Endlich Oktober!

Ab heute wird es in Frankreich keine retuschierten Modefotos mehr ohne Hinweise auf die vorgenommenen Bearbeitungen geben!
Das ist ein erster Erfolg im Kampf gegen die falschen Schönheitsideale der Modeindustrie.

Aber kein Wunder, dass Frankreich hiermit eine Vorreiterrolle spielt. Denn in unserem Nachbarland sind die Zahlen, was Essstörungen angeht, gravierend: Rund 600.000 junge Menschen sind daran erkrankt. Bei den 15- bis 24-Jährigen sind Essstörungen die zweithäufigste Todesursache nach Straßenunfällen!  (Spiegel Online)

Wir hoffen, dass nun endlich ein Umdenken stattfindet. Mit der Markierung von retuschierten Bildern könnten nun authentischere Abbildungen von Frauenköpern mehr Platz in der Öffentlichkeit finden.
Doch das hängt auch davon ab, wie konsequent die Markierung durchgesetzt wird.  Denn es bleibt zu hinterfragen, ob die schriftliche Markierung überhaupt gegen die visuelle Wirkung der Bilder ankommen kann. Es steht außerdem noch nicht fest, wie groß der Text “Photographie retouchée” überhaupt auf den Bildern vorkommen soll.
Letztendlich kann diese Markierung dazu beitragen, dass jungen Menschen Falsches nicht mehr für echt verkauft wird und Retusche nicht mehr für natürlich. Das könnte die mühsam erschaffene Illusion von den perfekten Körpern entscheidend angreifen.

Leider gibt es in Deutschland bisher noch kein entsprechendes Gesetz. Daher wollen wir weiter die Aufmerksamkeit darauf lenken und halten Euch auf dem Laufenden!

Eure BodyGuerilla

Lesetipps:
http://www.bento.de/today/frankreich-retuschierte-modelfotos-muessen-kuenftig-gekennzeichnet-werden-1729183/

http://www.spiegel.de/panorama/frankreich-gesetz-gegen-magermodels-tritt-in-kraft-a-1146452.html

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